Die 10 Federzeichnungen vom Zisterzienser-Kloster Schönau:

 

Um das Jahr 1860 kamen 10 Federzeichnungen in den Besitz des Germanischen National-Museums zu Nürnberg, ohne dass man weiß, wie sie dahin gekommen sind und woher sie stammen. Dass sie aber mit dem Kloster Schönau einst in Verbindung standen und von ihm berichten, beweisen die Unterschriften auf den Bildern. Aus diesen kurzen Hinweisen kann man erkennen, dass die Bilder Skizzen aus der Geschichte des Klosters darstellen. Auf dem ersten Bild ist die Jahreszahl 1553 angegeben, doch wird vermutet, dass die Bilder schon viel älter sind. Spärlich sind die Urkunden, die uns über das Kloster Schönau berichten und manches, was wir von seinen Bauten wissen, beruht auf einer Vergleichung mit anderen Zisterzienserklöstern wie Maulbronn und Bebenhausen. So skizzenhaft auch diese Federzeichnungen sind, so sind sie doch von großer Naturwahrheit und verraten die Hand eines bedeutenden Künstlers und man vermutet, dass sie nur Entwürfe für Glasgemälde oder vielleicht noch mehr für große Wandgemälde in der Kirche, dem Kapitelsaal oder im Kreuzgang sein sollten. Die Blätter sind durchschnittlich 0,39 m breit und 0,49 m hoch.

Sie können in 3 Gruppen eingeteilt werden:

Die erste Gruppe zeigt Gründung und Bau des Klosters, die zweite Gruppe berichtet von der Lebensgeschichte der hl. Hildegunde und die dritte Gruppe erzählt von der Verschwörung der Konversen gegen den Abt (Stiefelrevolte).

 

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